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Pilzkrankheiten wie zum Beispiel echter Mehltau und falscher Mehltau

Echter Mehltau (Erysiphaceen-Arten)

Echter Mehltau wächst oberflächlich auf seinem Wirt. Auf der Blattoberfläche bildet sich ein Pilzgeflecht, das als weißer, abwischbarer Belag erscheint. Durch den Entzug von Nährstoffen welkt das Blatt und fällt schließlich ab. Der echte Mehltau überwintert mit seinem Mycel in den Knospen der befallenen Pflanze und beginnt mit dem Austrieb selbiger wieder zu wachsen. Das heißt, er breitet sich erneut aus. Durch Windverbreitung bilden sich zusätzlich neue Infektionsherde.

Falscher Mehltau (Peronospora-Arten)

Beim so genannten „falschen Mehltau“ entwickelt sich ein gräulich-bläulicher Pilz auf der Blattunterseite. Er ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Landwirtschaft und dem Gartenbau Europas eine gefürchtete Pflanzenkrankheit. Der Nährstoffverlust für die Pflanze lässt die befallenen Blätter vergilben und zum Abfall bringen. Falscher Mehltau verbreitet sich vor allem unter feuchtwarmen Bedingungen im Feld und in Glashauskulturen. Auch die Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln sowie die Braunfäule an den Tomaten gehört zu dieser Pilzgattung.

 

Zur vorbeugenden Bekämpfung von beidem ist die Anwendung eines Schachtelhalm-Warmauszuges angesagt. Wir lassen ca. 200 g Schachtelhalm (frisch oder getrocknete Droge aus der Drogerie) in ca. 2 Liter Wasser auf dem Herd bei kleiner Flamme 1 Stunde köcheln. Hierbei löst sich der kieselsäurehaltige Inhaltsstoff im Wasser auf und wir können nachher mit einer Verdünnung 1:10 unsere Pflanzen frühmorgens - am besten an einem Blatt-Tag - besonders die Blattunterseiten behandeln. Diesen Schachtelhalm-Warmauszug können wir in einer verschlossenen Flasche an einem kühlen, dunklen Ort über längere Zeit (ca. 3 Monate) aufbewahren.

In der biologisch-dynamischen Methode wird zur Pilzvorbeugung empfohlen, eine Schachtelhalm-Anwendung an einem Wurzel-Tag direkt auf den Boden zu sprühen und dies im Herbst und ebenso im Frühjahr durchzuführen. Dadurch werden besondere Sal-Prozesse (Salz) im Boden angeregt. Das führt auch zu einer Kräftigung der Pflanzen, die in diesem so behandelten Boden wachsen.  Denn die alte alchemistische Dreigliederung  Sal - Merkur - Sulfur  (Salz-Quecksilber-Schwefel) wirkt nicht nur auf alle Bodenmineralien, sondern auch auf Pflanzen, Tier und Mensch. In Bezug auf die Pflanzen bedeutet das für den Sal-Zustand: schwer, erdenhaft (wurzelhafter Zustand), für den Merkur-Zustand: geschmeidig, flüssig spiegelnd (blatthafter Zustand), und für den Sulfur-Zustand: luftig, wärmehaft (blütenhafter Zustand). Dies führt R. Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs 1924 sehr ausführlich aus.

Als letzte Hilfe, wenn alle vorherigen Empfehlungen nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, bietet der einschlägige Handel diverse biologische Pflanzenbehandlungsmittel an.

Erwähnt sei noch einmal zum Schluss, dass bei Pilzkrankheiten fast immer nur mit vorbeugenden Maßnahmen ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen ist. Und sowohl für Insektenbefall als auch für Pilzkrankheiten gilt: Je widerstandsfähiger meine Pflanze, desto weniger Pflanzenschutz ist notwendig. D. h. ich richte mein Augenmerk auf die Vorbeugung, beobachte während des Wachstumsverlaufs die Pflanzen und gebe jeweils zum richtigen Zeitpunkt (entsprechende Tageszeit und jeweilige Konstellation) das Hornkieselpräparat, um die Widerstandskraft der Pflanzen zu erhalten und zu stärken.