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Gemeinsam Präparate herstellen
20. 05. 2019, 18:00 Uhr
Gartenkurs mit Peter Berg
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Gartenkurs mit Peter Berg
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Gartenkurs mit Peter Berg
23. 09. 2019, 18:00 Uhr
Gartenkurs mit Peter Berg

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Bio-dyn Kompostpraeparation

Biodynamischer Kompost nach der Zauberformel: Zerkleinern, mischen feucht und bedeckt halten! 

Der Kompost ist das "Gold des Gärtners". Ihm kommt die Aufgabe zu, im Boden wie ein Katalysator die Arbeit der Mikroorganismen anzukurbeln. Außerdem ist er humusfördernd und wirkt leicht düngend. Damit er diese Funktionen besonders gut übernehmen kann, wird er nach dem Aufsetzen und ca. 4 Wochen vor dem Ausbringen im biologisch-dynamischen Anbau mit besonders hergestellten Biodynamischen Präparaten geimpft. Sie bestehen aus Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian. Sie beschleunigen die Rotte und der Stoffumsatz wird verbessert. Mit einem so präparierter Kompost wachsen die Wurzeln kräftig und dringen tief in die Erde ein.

Normalerweise 
wird, wenn es viele Gartenreststoffe gibt, eine Miete aufgesetzt oder ein Kompostbehälter gefüllt. Es sollten viele verschiedene Materialien gemischt werden, zum Beispiel zerkleinerte Obst-/Gemüserest und Pflanzenreste mit kleinstgeschnittenem Baum-/Strauchmaterial oder frische Grasschnitt. Dadurch entsteht eine gute Durchlüftung des Materials. Wichtig ist es, dass der Kompost nie austrocknet oder von Wasser überschwemmt wird. Die Organismen aus dem Tier- und Pflanzenreich stellen sonst ihre Arbeit ein oder die Erde beginnt zu faulen - ein Alarmzeichen, daß zu wenige Luftpolster (Strukturmaterial) vorhanden sind. Ein Kompost kann auch auf lebendigen, gelockerten Boden aufgebaut werden, damit Kleinstlebewesen von unten einwandern können. Ein halbschattiger Platz ist ideal. ´Der Haufen sollte regelmäßig auf die richtige Feuchtikeit geprüft werden, wenn es einmal zu trocken wird, hilft etwas Wasser mit eioner Brause beim aufmischen eingebracht. Beginnt er zu riechen, muß er so schnell wie möglich gelüftet oder umgesetzt und mit holzigen Häckselgut vermischt werden.



Empfehlenswert sind auch Kompostvliese, die im Handel angeboten werden. Der Kompost  wird vorm Austrocknen geschützt. Ab- und Umbau des Pflanzenmaterials wird beschleunigt. Große Regengüsse werden abgehalten 

  

 

Bezugsadresse Kompostvlies:
  Gärtnerei Peter Berg
  Niederfeld 1
  79589 Binzen
  Fon 07621/968310
  Fax 07621/69271
  
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  
www.bergbinzen.de

Je nach Ort, Jahreszeit und Gefäßtyp braucht ein Kompost mehrere Monate bis zu einem Jahr bis er "reif" ist. Wird zu lange gewartet nimmt seine Katalysator- und Düngefunktion ab. Ein einfacher Kressetest hilft, den Reifegrad zu bestimmen: Kresse wird in einer Schale mit dem fertigen Material ausgesät. Nach drei bis vier Tagen haben die meisten Samen gekeimt. Die Blättchen sind entweder saftig grün, das heißt, der Kompost hat den richtigen Zersetzungsgrad und ist ideal zum ausbringen. Oder sie werden gelb, dann ist der Kompost noch nicht fertig. Es sollte noch gewartet werden. 

Der Keimtest kann schon nach sechs Wochen positiv ausfallen, das heißt ein "Frischkompost" ist fertig. Er enthält noch eine große Anzahl von Mikroorganismen sowie halb verrottete Materialien. Das sorgt im Boden für eine beschleunigte Umsetzung. Nährstoffe werden schnell freigesetzt, der Humus jedoch rasch abgebaut. Ein junger Frischkompost sollte jedoch nur oberflächlich auf die Beete gestreut, und in den ersten Wochen feucht gehalten werden. Ist ein Kompost älter als sechs Monate spricht man von "Reifkompost". Er verbessert vorrangig die Bodenstruktur und kann auch in dickerer Schicht auf Beete verteilt und leicht eingehackt werden. Auch im Frühjahr eignet er sich am besten, da die Wurzeln der jungen Kulturen empfindlich auf Frischkompost reagieren und keine "triebige" Düngung benötigen.

Kompostbehälter

Jeder Gärtner sollte selber entscheiden, welcher Kompostbehälter für ihn der geeignetste ist. Im biologisch-dynamischen Anbauwird vorrangig mit Mieten gearbeitet. Das sind einfache Haufen, die 1,20 Meter (m) bis 1,50m breit und maximal 1m hoch sind. Bei der Länge kommt es auf die Größe des Gartens an. Die Seiten fallen schräg ab. Selten wird so eine Miete an einem Tag aufgesetzt. Deshalb wird auf dem Kompostplatz eine Sammelstelle (-behälter) vorgesehen, auf welcher der organische Abfall gelagert wird. Ist eine größere Menge zusammengekommen, erfolgt das Aufsetzen des gut gemischten Materials. So wird die Miete nach und nach immer länger. Jedes neue Stück wird sofort mit den Biodynamischen Präparaten geimpft und mit dem Kompostvlies abgedeckt. Ein so behandelter Haufen muß nicht zwangsläufig umgesetzt werden. Nur wenn die Rotte mit schlechten Gerüchen oder zu trocken abläuft, sollte der Haufen ein bis zweimal neu gemischt werden. Dies ist auch wichtig, wenn es die erste Miete auf einem neuen Kompostplatz ist.
Kompost mit Präparaten impfen

Wer einen neuen Komposthaufen oder eine Miete aufsetzt, impft sie im biologisch-dynamischen Gartenbau mit Kompostpräparaten. Sie sind aus Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian zubereitet. Dazu werden mit einem angespitzten Holzstock fünf Löcher senkrecht von oben in den Haufen gestoßen. Die Löcher sollten mindestens 50cm, jedoch nicht weiter als zwei Meter voneinander entfernt sein. In einem Schnellkomposter können die Abstände geringer sein. Maximal ein halber Kaffeelöffel der Präparate wird mit etwas fertigem Kompost zu einer Kugel geformt und einzeln in je ein Loch gesteckt. Das Brennesselpräparat kommt in die Mitte. Die Löcher werden gut verschlossen, so daß die Präparate von allen Seiten von Kompost umgeben sind.

Vom flüssigen Baldrianpräparat 
wird max. ein Kaffeelöffel mit fünf Liter abgestandenem handwarmen Wasser (Regenwasser) vermischt. Das Ganze wird rund fünfzehn Minuten lang in wechselnder Drehrichtung gerührt und mit der Gießkanne auf der Oberfläche des Komposthaufens verteilt. Anschließend mit Vlies abdecken.

Mitglieder unserer 
Demeter-Gartengruppen und die mitglieder von HeliosTerra e.V. erhalten die Präparate für ihren Bedarf kostenlos, wer bei der Herstellung mitgemacht hat. Andere Interessenten können sich an HeliosTerra e.V. wenden

 

Kompost ausbringen

Im Prinzip gibt es im ganzen Jahr immer wieder fertigen Kompost. Kann ab März bis  Mitte Öktober  wird er ausgebracht. Im Normalfall reichen fünf bis zehn Liter pro Quadratmeter ganz leicht oberflächlich (ein paar Zentimeter) eingearbeitet - nicht zu tief, sonst kann der Kompost seine microbilelle "Hefe-Wirkung" nicht richtig entaflten.

Geräte für die Kompostwirtschaft

Die wichtigsten Geräte sind Schaufel, Schubkarren, Mist- und Kompostgabel. Mit ihr kann gelockert, gelüftet oder umgesetzt werden. Fertiger Kompost enthält meistens noch grobe Anteile. Sie sollten vor dem Ausbringen ausgesiebt werden. Dazu gibt es im Gartenfachhandel spezielle Kompostsiebe.

Für diejenigen, die viel Grünschnittanfall im Garten haben (Baum-/Strauchschnitt) lohnt sich die Anschaffung eines Häckslers. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden:

  • Motorleistung
  • Maximale Durchsatzleistung (Durchsatzmenge bei gemischten Frischholz in xkg/h)
  • Maximale Aststärke, die aufgenommen wird
  • Laufgeräusch (möglichst mit blauem Umweltengel)
  • Höhe des Einfülltrichters
  • Standfestigkeit und Stabilität
  • Schneidsysteme: ideal für eine feine Struktur ist das sogenannte VARIO-CUTBOX-SYSTEM. Es arbeitet mit zwei Flachmessern und sechs Scheibenmessern. Sie zerkleinern das Material so fein, daß es innerhalb weniger Monate zersetzt wird. Häcksler mit einer Quetsch-Schneidtechnik zerkleinern das Material nur grob, so daß es oft mehrere Kompostierdurchgänge braucht Für einen Wegebau mit Häckselmaterial eignet sich dieses System sehr gut.
  • Messerwechsel muß einfach ohne dem Zerlegen des Gerätes möglich sein
  • TÜV-GS-Zeichen